Archiv für Juni 2008

05.07. – Parts and Labor + Ibsen


@cairo, Wue

Einlass: 21.00Uhr
Beginn: 21.30Uhr

Parts and Labor (Brooklyn, NY/US)
Parts and Labor (Brooklyn, NY/US)
Für mich, den bescheidenen Autor dieser Anpreiszeilen, waren Parts and Labor das Konzert 2007. Deshalb große Freude auf meiner Seite dieser Bombe von Liveband nur ein knappes halbes Jahr später nocheinmal beiwohnen zu können. Und als wäre das nicht schon genug, gibt es auch noch Neues auf das man sich freuen kann: das Trio ist zum Quartett gewachsen und hat mit Sarah Lipstate Verstärkung an der Gitarre und am elektronischen Krimskrams bekommen. Ergo: noch fetterer Sound, noch mehr nervenzehrender Krach und ohrenbetäubender Noise a la Lightning Bolt und/oder The Pope. Aber auch: noch mehr Fundament auf dem sich der beinahe hymnische Gesang ausbreiten kann „und zusammenhält was auseinander brechen will“. Das Ganze vorgetragen mit einer Intensität, dass einem alle poptheoretischen Erläuterungen über New York als Wiege des ganz heißen Scheiß vorerst überflüssig vorkommen.
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Ibsen (Viele Städte)
Ibsen zuzuhören macht Spaß. So schlicht könnte eine Info klingen, was aber a) nicht reicht und b) auch bedeuten könnte: Mehr als Spaß gibt es bei Ibsen nicht. Dabei hat das Trio neben einem „Hauch von Party-Attitude“ auch das Gefühl dafür, wie man aus der klassischen Rockbesetzung erweitert um Elektronisches eine sehr eigenständige, abwechslungsreiche und ein bisschen verfrickelte Form von Postrock strickt.
File under: Pretty Girls Make Graves, Q and not U, Thunderbirds are now!
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12.07. X-yeah-X Sommerfest

@cairo, Wue

Beginn: 17.00Uhr

X-yeah-X lädt ein…
Jeder Sportverein macht ein Sommerfest. Wir so: Können wir auch! Aber: Hüpfburg, drittklassige Top-Ten-der-letzten-70-Jahre-C overband und Weinkönigin bleiben zuhause. Dafür gibt’s jede Menge heißen Scheiß und szenecredibles Rahmenprogramm. Los gehts um 17hundert mit (veganer) Grillerei im Hof umrahmt von Plattenbörse und T-Shirt-Druckerei. Danach stellt sich das handverlesene Konzertprogramm auf zwei Ebenen ein, dass zum Teil Open-Air im Hof, zum Teil im Saal stattfindet.
Bands die uns beglücken werden ((noch) keine „running-order“):

Allez Les Autres (Trier)
An der Stelle an der eigentlich Single State of Man spielen sollten neu dabei: Allez les autres aus Trier. Indie-/Post-/Weißdergeier-Rock irgendwo zwischen selbstbenannten Referenzen wie New Order, Minus the Bear, Shellac oder Oma Hans.
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Woods (Brooklyn, NY/US)
Der Meneguar/Wooden Wand-Seitenarm spielt charmant-experimentellen Lowfi-Folk der schräg und sperrig aber auch ein bisschen noisig und/oder elektronisch kann, immer durchzogen von diesen seltsamen Melodien die von hinten durch die Brust ins Ohr gehen.
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Patterns (Köln)
Flight13 weiß von Patterns zu berichten: „Supersweet!“. Dem schließen wir uns an. Mitreißend inszenierter, angenehm unkonventionell intonierter Postpunk/Indierock mit viel Melodie und Groove.
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The Falcon Five (Wü)
Muss man noch ein Wort über das Quartett verlieren? Von mehreren, absolut unvoreingenommenen Experten der regionalen Post-/Art-Punk-Küche als „Das beste seit langem“ prädikatisiert. Fertig ab!
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Tar…Feathers (Stockholm/SW)
Förmlich aber korrekt: „Irgendwo zwischen Singer/Songwritercharme und Punkattitude spielen Tar…Feathers unzuordbare Musik, die Meldodie und Anspruch zu vereinen weiß.“ Und schön isses oben drauf!
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Meneguar (Brooklyn, NY/US)
Meneguar machen vor, wie man Post-Punk/Indie so richtig schön, herzerwärmend, hinreißend usw. arrangieren kann, ohne auf die poptypischen Melancholieeffekte zurückgreifen zu müssen. Unter der Hand als Klassiker zu Lebzeiten gehandelt – nicht zu Unrecht wie wir finden.
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