Archiv für September 2008

07.10. – O‘Death

@cairo, wue

Einlass: 20.30Uhr
Beginn: 21.00Uhr

O‘Death (Brooklyn/NY, US)
O‘Death (Brooklyn/NY, US)
O‘Death sind aus Brooklyn und haben einen Bassisten namens „Othar the tooth collector“. Wem das nicht Beschreibung genug ist, der denke an fünf Leute die alles, was sich an traditionellen Folk-Instrumenten (Banjo, Geige, Gläser, Scherben) traktieren lässt, auch verwenden. O‘Death klingen wie ein Bastard aus Gospel, Violent Femmes und Whiskey und dazu intensiv wie The Paper Chase. Zusätzlich zu Düsterheit und Wildheit besitzt die Band auch ein geschicktes Händchen für die richtige Portion Pop-appeal im richtigen Moment, was City Slang (Get Well Soon, The Jai-Alai Savant, The Notwist, Arcade Fire) überzeugen konnte, ihre Platten in Europa herauszubringen. Kämen sie nicht aus der Brutstätte guter Musik, Brooklyn, würde man die Herkunft der Band eher in irgendwelchen Sumpfgebieten im Süden der USA inmitten von Voodoo-Kulten und Kneipenschlägerei vermuten. Trifft so ein Highspeed-Bluegrasspunk-Gewitter nun auf die Brooklyn-typische „Let’s do it“-Attitüde, verspricht das mal wieder ein Konzert, von dem man mit dem Gefühl gerade irgendwie etwas „besonderes“ gesehen zu haben, nach Hause gehen kann. Last-Minute Show!
File under: Murder by Death, Violent Femmes, Neil Young
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21.10. – From Monument to Masses + A.Armada

@cairo, Wue

Einlass: 20.30Uhr
Beginn: 21.00Uhr
VVK: H20

From Monument to Masses (San Francisco/CA, US)
Breiter könnte der Referenzenkatalog, auf den sich FMTM berufen, kaum sein: von Fugazi bis Tortoise, von Africa Bambaata bis DJ Shadow etc… Entsprechend kommt die Post-Rock Interpretation des Trios daher: mal sphärische Epik mit breiten Gitarrenwänden, mal komplexes Gefrickel mit elektronischen Spielereien und Samples. „FMTM challenges the audience with epic compositions that abandon conventional song structure. Listen, question, act, repeat.“ (O-Ton)
Man muss mit dem traditionslinken bis kruden Impetus der Band nichts anfangen können um trotzdem Fan zu sein. Schließlich kann das Trio durchaus zu den Wegbereitern der derzeit nicht unpopulären (instrumentellen) Postrockwelle um Bands wie Maserati, Russian Circles oder Sleeping People gezählt werden.
File under: Maserati, Mono, Tristeza
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A.Armada (Athens,GA/US)
Athens, Georgia ist nicht unbedingt das, was man eine Metropole nennt. Trotzdem scheint die Musikszene der Stadt intakt. REM und die B52’s kommen von hier und auch einige der spannensten Bands der letzte Jahre, darunter of Montreal, Azure Ray oder Maserati. Aus Mitgliedern der letzteren und einem weiteren Kind der Stadt – Cinemachina – setzt sich auch A.Armada zusammen. Musikalisch tragen die vier den Ansatz der Elternkombos weiter: Postrock ohne Gesang der mit einem Auf und Ab von Spannungszuständen spielt, mal ruhig und entspannt dahin fließt und sich mal shoegazig entlädt.
File under: Maserati, Ostinato, Daturah
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08.10. – The Pharmacy + Bellafea

@ Immerhin, Wue

Einlass: 20.30Uhr
Beginn: 21.00Uhr

The Pharmacy (Seattle, USA)
Nach mehreren Jahren „on the road“ mit u.a. Jeffrey Lewis, Matt & Kim, Moldy Peaches, Kimya Dawson, Japanther und unzähligen anderen Bands kommen The Pharmacy aus Seattle endlich mit dem neuen Album „Choose Your Own Adventure“ (Don’t Stop Believin’) nach Europa. Es ist nicht einfach den Sound der Band zu kategorisieren, da sie sich nach Lust und Laune dessen bedienen, was sie gerade brauchen, seien es wummernde MOOG-lines, in Pop-Sensibilität getränkter hymnenhafter Gesang oder psychedelische Fuzz-Gitarrenattacken und heraus kommt tanzbaren Art Punk kombiniert mit rauem Pop!
Zur Tour erscheint exklusiv für Europa eine Split-EP mit den befreundeten Japanther!
File Under: Islands, They Might Be Giants, Japanther, The Unicorns
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Bellafea (Chapel Hill, USA)
Bellafea bedeutet übersetzt ´schön/hässlich´ – und das passt wie die Faust aufs Auge, als da wären wahnsinniger 90er Post-Rock und Noise in Verbindung mit Heather Mc Entires sanft schwebende Stimme, deren unglaubliche Bühnenpräsenz, wie man sie selten erlebt, das Übrige tut. Abseits der Bühne und nach einigen kleineren Veröffentlichungen (u.a. Split mit Des Ark) haben sie sich zwei Jahre Zeit genommen ihr Debütalbum „Cavalade“(Southern) aufzunehmen, für das sie sich auch einige andere Größen ins Studio geholt haben. So sind auf dem Album u.a. John Darnielle (Mountain Goats), Dave Laney (Milemarker) zu hören.
File Under: Des Ark, Fin Fang Foom, Sleater Kinney
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