Archiv für Juni 2010

31.07.2010 – XYEAHX Summer Fest!

31.07. XYEAHX SUMMER FEST w/ WILD NOTHING (us), MONDO RAY (d), GRAVE, SHOVEL…. LET‘S GO (d), SINGLE STATE OF MAN (d), LIFE OF AN OWL (d)
@ Cairo Wue Innenhof und Konzertsaal

Einlass: 17.30Uhr
Beginn: 18.00Uhr (Rahmenprogramm)

Einsatzbeschreibung: XYEAHX UND HERR PFEFFER FEIERN EIN FEST MIT MUSIK UND ALLERLEI

WILD NOTHING (Virginia, US; Captured Tracks)

Der aus Virginia stammende Jack Tatum a.k.a. Wild Nothing scheint ein recht kreatives Köpfchen zu sein: poppig-eingängige Elektro-Melodien und betörende Gitarren mit einem dezenten Hauch Les Savy Fav wissen nicht nur den geübten Zuhörer zu überzeugen, vor allem wenn dann noch Mr. Tatums schöner Gesang dazu kommt. Wahnsinnig gute Songs hat er sich da ausgedacht, denen man ewig zuhören kann. Und zwar egal ob beim abhängen oder beim Bier trinken oder bei sonst irgendwas. Genau das richtige für einen feinen Sommerabend, nicht wahr? Erinnert übrigens auch an Architecture in Helsinki, Enon oder The Knife. Wild Nothing’s Debut Album „Gemini“ (Captured Tracks) wurde von der Hypemaschine Pitchfork unter der Kategorie „best new music“ eingestuft. Wenn das mal nicht vielversprechend klingt. Mit kompletter Band im Juli und August erstmals in Europa!

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MONDO RAY (München, D; Red Can/BCore)

Als Solo-Projekt von David da Cruz (Subrosa Falcon Association) ins Leben gerufen und auf der Bühne nun an den Drums unterstützt von seinem Bruder Hugo (ebenfalls Subrosa Falcon Association) bringen uns Mondo Ray melodieverliebten Lofi-Garagenpunk zwischen Rocket from the Crypt, Jay Reatard und Co., der wahnsinnig catchy daherkommt! Das umtriebiger Geschwisterpaar war letztes Jahr sogar für ein Paar Shows in NYC und jetzt planen sie einen Trip nach Japan. Davor bei uns! Man muss sie einfach mögen!!!

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SINGLE STATE OF MAN (Würzburg, D)

Die allseits beliebten Single State of Man geben sich mal wieder in Würzburg die Ehre. Trotz längerer Spielpause hat das fluffige Quintett nicht an ihrer bandeigenen Intensität verloren: Noch immer gibt es eine gewaltige Wand von Schlagzeug und Bass. Noch immer gibt es ein gewaltiges Donnerwetter von Gitarren. Noch immer entspannt sich dieses gewaltige Klangwerk gelegentlich. Und: Noch immer ist es ziemlich gut! Kein Wunder, dass die Kollegen sich schon weit über die Landesgrenzen hinaus einen Namen erspielt haben.

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GRAVE, SHOVEL… LET‘S GO! (München/Dresden, D)

Die 4 Jungs (zum Teil bei …We Fade To Grey aktiv) sind inzwischen auch schon ein paar Jährchen unterwegs. Nach div. Kleinformaten präsentierten sie seit kurzem auch mal wieder eine aktuelle Veröffentlichung, nämlich eine split 12″ mit Petethepiratesquid – und irgendwann vielleicht ja auch mal das lange überfällige Album. Freunde der häufig überstrapazierten, aber hier genau richtigen Post-Hardcore “Schublade” (in unserem Fall im Sinne von North Of America, Life At These Speeds, Funeral Diner) könnten hier eine neue Lieblingsband entdecken.

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LIFE OF AN OWL (Würzburg, D)

Life of an Owl (in Fachkreisen auch unter dem Namen „Bastis Projekt“ bekannt) sind eine brandneue experimentelle Band aus Würzburg. Eine Cellistin gibt’s da, und Gitarre(n) ja sowieso und Bass und Schlagzeug (und Gesang auch?). Und wie klingt’s denn nun? Tja, da müssen wir uns wohl alle überraschen lassen, denn die Band debütiert bei unserem Sommerfest. Man munkelt aber, dass es stark wird! Ist btw auch Ex-Elision.

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Neben Musik gibts noch allerlei:

+ Vegan BBQ
+ Kurzfilme in der Studiobühne
+ „Ten minutes battle“ live painting mit tigapigs und Warren Lewis
Zwei Leinwände. Zwei painter. Zwei Hilfsmittel. Der Rest muss besorgt
und verwendet werden. Alles muss innerhalb von jeweils zehn Minuten
passieren. Attacke!
+ Gratis-Wassereis
+ Fun! Fun! Fun!
+ Aftershow Party!

20.07.2010 – THESE ARE POWERS + ANTITAINMENT

20.07.10 THESE ARE POWERS + ANTITAINMENT
@Cairo, WUE

Einlass: 20.30Uhr
Beginn: 21.00Uhr

POSTPUNK-GHETTO-RAVE aus Brooklyn, N.Y., Ex-Liars treffen auf Frankfurt’s finest fiese Asseln-(Ex-)Punks!

These are powersThese Are Powers (Brooklyn, NY; US; Dead Oceans/Deleted Art)

Wieviel Überschneidung zwischen No-Wave und zeitgemäßem R&B wird es wohl geben? These Are Powers verfolgen ein Projekt um genau an diesen Ort vorzudringen. Eine Atmosphäre aus verstörendem Lärm, zerfetztem und verzerrtem Instrumentaleinsatz, zwischen versöhnlich und abstoßend oszilierende Synthies und gehustetem/gesungenem/geschrienem Gesang wird getragen von wummerndem Bass und diskotauglichen Beats. Das Ganze kommt repetetiv und perkussiv rüber ohne in Langeweile zu verfallen. Zugegeben: herausfordernd. Aber auch: tanzbar! Übrigends mit einem Ex-Mitglied der ebenso überzeugenden Liars.

Oder so; “These Are Powers deliver a nasty form of skronk-hop that feeds, virus-like, on some primal urge to claw one’s eyes out while simultaneously dropping it like it’s hot on the dance floor.” (Pitchfork)

File Under: M.I.A., Liars, PJ Harvey

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AntitainmentAntitainment (Frankfurt. a.M.; Zeitrstrafe)

Muss man zu Antitainment noch viel schreiben? Spätestens mit ihrem zweiten Album „Nach der Kippe Pogo?!“ haben sich das Frankfurter Quartett eine genügend große Fanbasis eingespielt. Es gibt verfrickelten (!) Deutschpunk (!!) mit jeder Menge Extras: Blastbeats und Samples, Elekrtobeats und Schweineorgel. Angereichert mit kluger Ironie, die nichts und niemanden in Schutz nimmt. Nicht zuletzt ein beeindruckendes Live-Erlebnis mit Pogo und allem. Mit neuer Platte bei uns!

File under: Les Trucs, Die Goldenen Zitronen, Atom & his Package

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05.07.2010 – HEALTH + LES TRUCS

DER WEG ZUM EINLASS FÜR DAS KONZERT WIRD AB DER POST AM HBF BZW. AB DEM ZUGANG ZU DEN POSTHALLEN AUSGESCHILDERT!
(Am Bahnhofplatz 2 in Würzburg)

05.07.2010 – HEALTH + LES TRUCS
@Altes Postverteilungszentrum am Bahnhof (Unter der Posthalle), WUE

Einlass: 20.00Uhr
Beginn: 20.30Uhr

VVK H20 Würzburg, Cairo, info@xyeahx.de

NOISE-EXPLOSION mit PUNK-CHIC und AVANTGARDE

HEALTH (Los Angeles, US; City Slang / Lovepump)

Um „The Smell“, dem legendären Club in Los Angeles, gruppiert sich einiges an Rang und Namen der kalifornischen Indie/Punk/Noise/Younameit-Avantgarde: Abe Vigoda, The Mae-Shi, Upsilon Acrux, No Age (!) und eben auch HEALTH zählen zu den „regulars“ auf dem Programm. Was die Bands verbindet: ein ungezwungener, experimentierfreudiger Umgang mit Popmusik, der in Richtung „Next-Level-Shit“ (Labse) deutet. HEALTH sind dem und der gut unterrichteten HippsterIn vielleicht auch von der Zusammenarbeit mit ihren Buddies von Crystal Castle bekannt.

HEALTH hauen dem Hörer auf ihren beiden Langspielern eine Wucht von Klang um die Ohren. Rhythmisches Chaos, zerklüfteter Stakkato-Lärm wie vom Notenblatt gespielt und perkussiv-stampfende Passagen wechseln sich ab und lösen einander auf. Bis in die Unkenntlichkeit verfremdete Gitarreneffekte sorgen für eine dichte und verstörende Atmosphäre, die sich aus der Richtung Industrial inspirieren lässt und Jake Duzsik’s sirenenhafter Gesang agiert und kontrastiert im Hintergrund. Wollte man Bandreferenzen heranziehen, so könnte man HEALTH irgendwo zwischen Deerhoof und My Bloody Valentine verorten. „Their music is alive with dissonance, but equally enthralled by elegance and experimentation; it is vivid, striking, absolutely brilliant to dance to but just as likely to send a newcomer running, screaming, to the safety of Snow Patrol.“ (BBC)

Von der letztjährigen Tour zu ihrem Zweitling „Get Color“ (Lovepump/City Slang) wird aus gut unterrichteten Kreisen die beeindruckende Live-Qualität des Quartetts berichtet. Für ihr zweites Remix-Album „HEALTH//DISCO2“ (ebd.) kommen die vier nach Europa und bespielen neben dem Roskilde auch Würzburg. Um dem ungewöhnlichen Sound der Band auch ein angemessenes Ambiente zu bieten, spielen HEALTH auch nicht irgendwo, sondern im alten Postverteilungszentrum „unter den Posthallen“ am Bahnhof. Der industrieller Charme sollte noch das Übrige dazu beitragen, dass es ein unvergesslicher Konzertabend wird.

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LES TRUCS (Frankfurt; Zeitrstrafe/Knertz)

Es fiept und pluckert sehr bei Les Trucs. Doch nicht in trendiger low-fi 8bit Manier. Denn es kracht und dengelt auch heftig. Aber nicht in trampelnder Neorave Manier. Eher verschrobener Synthiepunk-Punk mit vielen Details und Spielereien, Geballer und Geschrei. Und Chaos… wenn man den Verzicht auf allzu klare Strukturen als Chaos bezeichnen will. „Eine Irrfahrt“ könnte man schreiben… wenn Irrfahrt nicht die zu Tode kopierteste Metapher wäre. Eine Reise vielleicht: einmal Wut und zurück. Als Reiselektüre: begnadete Texte über domestizierte Primaten.

Les Trucs Shows sind mehr Performances denn Konzerte, zelebriert an einem Tapeziertisch mit allem was blinkt und geräuscht. Beeindruckend!

Siehe auch: Gtuk, Antitainment, Latah-Movement, Games-Convention

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