Archiv für April 2011

19.05.2011 – DEAD WESTERN

@ Kult Würzburg (Landwehrstr. 10)
21 Uhr (pünktlich)
Eintritt frei! (Spenden erwünscht!)

Dead WesternDead Western (Sacramento, CA, USA

DEAD WESTERN ist ein zerbrechliches Kind – mit dem Rückgrat eines alten Mannes. DEAD WESTERN ist Troy Mighty. Das zweite Album des Troubadours aus Sacramento “Suckle At The Supple Teats Of Time”, ein beeindruckendes Werk voll düsterer Schönheit, wurde nun zum Leben erweckt und entspringt aus der berüchtigten Psych- und Avant-Folk Bewegung der US Westküste. In den Songs von Troy Mighty, getragen von geduldvoller akustischer Gitarre, herrscht Traurigkeit und Hoffnung zugleich. Seine außergewöhnlich tiefe Stimme, sein verstörendes Timbre scheint aus unbekannten doch vertrauten Tiefen zu uns zu gelangen. Er singt zu uns sinnlich von der Schwere des Seins und der Schönheit der Welt, von fernen Orten und ihren Menschen. Spielerisch tänzeln Streicher, Bass, Percussion, Chord Organ, Kazoo oder eine singende Säge im Netz der zärtlich gepickten Gitarre. Zusammen stoßen sie Erinnerungen an das Gewicht von Xiu Xiu, Smog, Antony & the Johnsons, Scott Walker oder Marissa Nadler an. Die Instrumentation gehört ganz der Dynamik der Geschichten, welche Troy Mighty mit so bitterer Ehrlichkeit zu erzählen weiß. Seine Songs klingen als wären sie schon seit hunderten Jahren auf dieser Erde – Musik, in der man sich verstecken und der Welt da draußen trotzen kann. „Suckle At The Supple Teats Of Time“ ist der Soundtrack zu unseren Fieberträumen, dunkel und sorgenvoll, doch das Herz auswerfend, nach einer Welt voller Weite, voller Liebe.

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13.04.2011 – TITLE TRACKS

LAST MINUTE SHOW!

@ Cairo Würzburg (Studiobühne)
Einlass: 20:30 Uhr
Beginn 21:00 Uhr

Powerpop aus Washington DC (ex-Q and not U / Kid Dynamite / The Loved Ones)

Title TracksTitle Tracks (Washington, DC; US)

Kurzfristig über den grossen Teich zu uns geschwappt…Nicht verpassen! Title Tracks wurden Mitte 2008, aus der immer noch rauchenden Asche von Georgie James gegründet. Nach Jahren des Co-songwritings bei Q And Not U, Georgie James und anderen, begann John Davis sich auf auf sein Solomaterial zu konzentrieren. Auf der Title Tracks Debüt 7″ „every little bit hurts“, zeigt John sein fast schon ‚unheimliches‘ Talent für songwriting. Viele kleine Teile verschiedenster Einflüsse einer grandiosen Plattensammlung, Radio Dj und mehr als ein Jahrzehnt als tourender Musiker in den USA, Europa und Asien, haben John’s Songs und seine Stimme, zu etwas unvergleichlichem gemacht. OK, für die die es kürzer und etwas übersichtlicher wollen, hier eine kleine Referenz: The Jam, Ted Leo, 60s and 80s, Elvis Costello und manchmal XTC lassen grüssen = es lohnt sich!!!

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14.04.2011 – THIS IS HEAD & TV BUDDHAS

@ Immerhin Würzburg
Einlass: 20:30 Uhr
Beginn 21:00 Uhr

This Is HeadThis Is Head (Malmö, S/Adrian Records)

Seit Sommer 2008 widmet sich das Quartett aus Malmö der elektronischen Pop-Musik. Diesen Februar erschien ihr Debüt „0001″ auf Adrian Records. Ähnlich dem Albumtitel tragen die Songs ausschließlich vierstellige Zahlenreihen als Namen. Allerdings unsortiert. Die beliebte Neo-Post-(Kraut)Rock Schublade lassen wir hier trotz Kraftwerk und Neu! Reminiszenzen einfach einmal geschlossen. Der Schwerpunkt liegt hier auf dem tanzbaren Song zwischen Disco-Electropop mit bonoesquem Gesang ohne arenenfüllenden U2-Pathos und verträumt verkrauteten Soundtüftele

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TV BuddhasTV Buddhas (Tel Aviv, IS / Berlin; Trost)

Die drei aus Tel Aviv stammenden Wahlberliner spielen gewinnend schnellen Loserpunk Sorte Ramones, Wipers und Replacements. In nur drei Jahren Bandgeschichte bringt es die Band bereits auf 600 Konzerte, 2 Alben, diverse Singles und einen Dokumentarfilm namens „Band In The Modern World“. Mit der zwei Gitarren und Minimal-Schlagzeug Besetzung klingen sie, als hätten sie sich damals den Proberaum mit allen amerikanischen Proto-Punk Größen geteilt. Hätten sie wohl auch gerne aber dann hätten die meisten von uns diese Band qua später Geburt verpasst.

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03.05.2011 – DIE! DIE! DIE! & SUPPORT

@ Cairo Würzburg
Einlass: 20:30 Uhr
Beginn 21:00 Uhr

Die! Die! Die!Die! Die! Die! (Dunedine, New Zealand; Golden Antenna)

Nachdem das neuseeländische Power-Trio die meiste Zeit der letzten Jahre auf Tour (u.a. auch als Support für Wire) verbracht und sich weltweit einen Namen aufgrund der energetischen und wilden Liveshows erspielt hat, kommt es mit seinem dritten Album “Form” (Golden Antenna) erneut auch nach Würzburg. Die Musik der drei Neuseeländer bewegt sich irgendwo in den Koordinaten D.C.-Postpunk, Noiserock und Indierock. Auf „Form“ schaffen es Die! Die! Die! vielschichtiger und wärmer als je zuvor zu klingen und auch eine kleine Prise Shoegaze hat Einzug in ihre Musik gefunden. Auf hohem technischen Niveau werden wie gewohnt die Instrumente und Stimmbänder malträtiert. Die! Die! Die! verkörpern dabei immer eine Frische und Vitalität, die schlicht und ergreifend mitreißend ist: Agiles Drumming, spannende Melodiebögen, ein rockenden und groovenden Bass und alles immer schön nach vorne gespielt!


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& Support

26.05.2011 – PARTS AND LABOR & TROPHY WIFE

@ Cairo Würzburg
Einlass: 20:30 Uhr
Beginn 21:00 Uhr

Parts & LbirParts & Labor (Brooklyn, NY, USA; Jagjaguwar)

P & L brechen den Bruch. Man hört dem 2002 um Dan Friel und B.J. Warshaw im Umfeld des bekannten New Yorker Clubs Knitting Factory gegründeten Trio die Noiserock-Tradition an, in der sie sich selbst verstehen. Irrsinniges Schlagzeug, nervös-lärmende Keyboards und verzerrter Bass mit viel Feedback bilden das Fundament über dem der fast hymnische Gesang leicht verfremdet schwebt und zusammenhält was auseinander brechen will. Wo Vertreter des Noise-Purismus herkömmliche Strukturen mit Lärm über den Haufen zu werfen suchen, gehen P & L subtiler vor, spielen mit den Gegensätzen von Lärm und Catchiness. Parts & Labor organisieren Hörgewohnheiten neu; hauen und schmeicheln sie einem gleichzeitig ums Ohr. Mit ihrem neu erschienenen und von David Friedman (u.a. Mogwai, Sleater Kinney„ Flaming Lips, MGMT) aufgenommenen und co-produzierten Album „Constant Future“ (Jagjaguwar) haben es P & L wieder einmal geschafft Noiserock, Pop und Artpunk zu einem mitreißenden, futuristischen Sound zu verdichten. Offiziell heißt das dann: „The album’s 12 tracks deliver the bare essentials that made them sui generis totems of modern art-punk: synthesized keyboard riffs distorted into oblivion, percussion pummeled hypnotically, crackling drones that haunt and soothe, fearless melodies hollered skyward.“

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Trophy WifeTrophy Wife (Philadelphia, PA, USA; 307 Knox)

Bei diesen Trophy Wife handelt es sich nicht um die hippe englische Band, sondern um ein rotziges Noise Core/Punk/Grunge Duo mit doomigen und psychedelischen Momenten.Ein Paar queerer Frauen, die ganz bewusst auf die Duo-Besetzung reduziert ist, da dies den Songwriterprozess intensiviert: Die Songs werden persönlich-intimer und es wächst ein fast schon blindes Verständnis für überraschende Wendungen und Breaks in ihrer Musik. Schrille und tiefe verzerrte Gitarren und furiose Drums – beides zusammengeschweißt und vorantreibend.Musikalisch wird hier jedweder Raum mit Gitarre und Schlagzeug vollständig ausgelotet und darüber in wohlausgetüfteln kritischen scharfzüngige Texten mal gesungen, mal geschrien. „Vielschichtig“, „(DIY) Punk“ und „intelligent“ liest man selten in der Beschreibung ein und derselben Band. Hier trifft es aber mal zu und wir sind froh über diese Ausnahme. Trophy Wife sind ein gutes Beispiel dafür, was für kreative Offenheit eine DIY Herangehensweise an Musik möglich macht.

(Text geklaut vom Musikverein Nürnberg)

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