Archiv für Juni 2011

02.07.2011 – XYEAHX Summer Fest 2011

@ Cairo, Wue (Innenhof & Konzertsaal)
Einlass: 17:30 Uhr
Beginn: 18:00 Uhr
VVK 11 EUR (H2O, Cairo, Herr Pfeffer); AK 13 EUR

D.I.Y. Musikfestival mit veganem BBQ und allerlei Krimskram

Future IslandsFUTURE ISLANDS (Baltimore, MD, USA; Thrill Jockey)

Stoische Beats, Synthesizer und ein Bass, den sicherlich auch Peter Hook goutieren würde. Viel mehr brauchen die Songs von Future Islands nicht. Achja, und Sam Herrings einzigartige Stimme, die im krassen Gegensatz zu den unterkühlten Instrumentals steht. Plus ein grandioses Gespür für Melodien, wie die neue Platte „In Evening Air“ (Thrill Jockey) eindrucksvoll beweist. Angst vor großen Gesten? Fehlanzeige! Ansonsten: Synthpop (+ New Wave + Post-Punk), der nach vorn und in die Beine geht, bei dem „pop“ auch gerne groß geschrieben werden darf, trotzdem nie überladen, nie zu anbiedernd, nie zu kitschig. Und verdammt nochmal, diese Stimme!

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Ten Volt ShockTEN VOLT SHOCK (Freiburg, X-MIST/Screaming Mimi)

Das Freiburger Trio spielt äußerst agilen und präzisen Noisecore mit einem Hauch Postpunk, der kaum kompakter und mitreißender sein könnte. Minimalistisches, wuchtiges Schlagzeug prallt gegen eine Wand aus verzerrtem Bass, Gesang und cleveren und messerscharfen Gitarrenmelodien. Seit nunmehr über zehn Jahren touren sie abseits der gängigen Musikmaschinerie und haben bisher mehrere Alben und Singles auf renommierten Labels wie X-Mist veröffentlicht.

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Les TrucsLES TRUCS (Frankfurt; Zeitrstrafe/Knertz)

Es fiept und pluckert sehr bei Les Trucs. Doch nicht in trendiger low-fi 8bit Manier. Denn es kracht und dengelt auch heftig. Aber nicht in trampelnder Neorave Manier. Eher verschrobener Synthiepunk-Punk mit vielen Details und Spielereien, Geballer und Geschrei. Und Chaos… wenn man den Verzicht auf allzu klare Strukturen als Chaos bezeichnen will. „Eine Irrfahrt“ könnte man schreiben… wenn Irrfahrt nicht die zu Tode kopierteste Metapher wäre. Eine Reise vielleicht: einmal Wut und zurück. Als Reiselektüre: begnadete Texte über domestizierte Primaten.

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DatashockDATASHOCK (Saarlouis; Dekoder / Meudiademorte)

Datashock aus Saarlouis, multiinstrumentales, musikalisches Kollektiv. Verlieren sich seit 2003 in den Kleiderschränken ihres Bewusstseins, spielen unerschrocken mit allem, was sie darin finden können, probieren bunte Klang-Kleider an und senden aus den Tiefen des weiträumigen Möbels
psychedelisch-experimentellen Gruselkraut. Doch spielen die saarländischen Jungs und Mädchen keinen Krautrock, der sie dem Verdacht schimmeliger Rückwärtsgewandtheit aussetzt. (geklaut von H. Adam / Phantom Limbo)

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Wings of LoveWINGS OF LOVE (Nürnberg, Avantpop)

Es klingt, klirrt und knallt gewaltig. Mal kalt, mal warm umhüllen Wings Of Love die Zuhörer mit Synthie-Wänden, Post-Punk-Gitarren und New-Wave Gesang. Hier treffen Pop-Momente auf ausbrechenden Rhythmus und spritzig-spröde Gitarren auf wunderbare Elektrosounds. Mit dabei sind übrigens Leute von The Robocop Kraus, Maya Nadir und The Klondike Derby. Gerade erschien ihre Debut-EP auf Avantpop. Klingt vielsprechend? Word!

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Young HareYOUNG HARE (Frankfurt a.M.)

YOUNG HARE ist eine frische Band aus Frankfurt a.M., die Großes erwarten lässt. Ihre Musik pendelt zwischen Krautrock, Beach Pop und Postpunk. Es gibt demnach „shaky shaky lo-fi beach pop on its own tropical island.“ Oder aus pädagogischer Sicht betrachtet wird YOUNG HARE zumindest zugestanden: “na wenigstens sind sie runter von der strasse “ (O-Töne).

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