29.11.2012 – EDIE SEDGWICK + LES TRUCS + CRIME

@Cairo, WUE

Einlass: 20.30Uhr
Beginn: 21.00Uhr

EDIE SEDGWICK (Washington, D.C., USA)

E.D. Sedgwick ist mehr als Justin Moyer (Antelope, Supersystem, El Guapo) und seine All-Star-Backing-Band. E.D. Sedgwick ist nicht weniger als „the transgendered reincarnation“ der Warhol-Muse gleichen Namens. So jedenfalls informiert die Homepage. Von der anfänglichen Promi-Besessenheit hat sich E.D. aka Moyer mittlerweile gelöst und auch die Freiheit auch mal nicht im Kleid auf die Bühne zu gehen nimmt sie sich mittlerweile. Aber der Punk bleibt. Und der Funk auch. Immer noch bilden hart ins Bein gehende Rhythmen die Basis, der Bass treibt alles voran und eine verhaltene Gitarre rundet alles ab. Darüber singt, schnarrt und kläfft Moyer im Quartett mit seinen Mitspielerinnen. Hier und da erinnert es nicht ganz zufällig an Moyers Ex-Betätigungsfeld Supersystem/Antelope. Letztens hört man aber auch klassischeres Songwriting hier und da durchblitzen.
Im November – also pünktlich zum Gastspiel im Cairo – erscheint das neue Album „We Wear White“ auf dem legendären Washingtoner Dischord Label

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LES TRUCS (Frankfurt a. M., D)

Es fiept und pluckert sehr bei Les Trucs. Doch nicht in trendiger low-fi 8bit Manier. Denn es kracht und dengelt auch heftig. Aber nicht in trampelnder Neorave Manier. Eher verschrobener Synthiepunk-Punk mit vielen Details und Spielereien, Geballer und Geschrei. Und Chaos… wenn man den Verzicht auf allzu klare Strukturen als Chaos bezeichnen will. „Eine Irrfahrt“ könnte man schreiben… wenn Irrfahrt nicht die zu Tode kopierteste Metapher wäre. Eine Reise vielleicht: einmal Wut und zurück. Als Reiselektüre: begnadete Texte über domestizierte Primaten.

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CRIME (Berlin, D)

Zu Crime finden sich zusammen Mika Risiko von den tollen Sissters und Sarah Adorable vom großartigen Scream Club. Zusammen bringen sie stolpernden Elektro mit dicken Synths, lastigem Bass und fordernden Vocals. Es grüßt zeitgemäßer Elektropunk und 80er Gothpop gleichermaßen und ist verdammt tanzbar . O-Ton: „Queer, D.I.Y and punk at heart, they fuse elements to produce songs that span genres.“

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