15.04.2013 – MASERATI + KOLTER

15.04.2013 – MASERATI + KOLTER
@Cairo, WUE

Einlass: 20.30Uhr
Beginn: 21.00Uhr

MASERATI (Athens, GA, USA)
Wenn man Menschen fragt wie und nach was Maserati klingen, bekommt man mit ziemlicher Sicherheit unterschiedliche Antworten. Doch eigentlich handelt es sich bei der Band nur um eine der intensivsten und treibensten Kombos, die mit jedem neuen Album die Messlatte ein Stück weiter nach oben legt. Seit „INVENTIONS FOR THE NEW SEASON“ erschien spielen MASERATI in ihrer eigenen Liga. Schneller, elektronischer, hypnotischer als zuvor bahnen sich MASERATI seitdem ihren Weg. Damals angetrieben von Jerry Fuchs, dem viel zu früh verstorbenen Drummer, der der Band entscheidende Impulse gegeben hat und dessen Einfluss auch auf MASERATI VII omnipräsent ist. Mit Mike Albanese (CINEMECHANICA) hat die Band inzwischen einen neuen Drummer, dessen Tightness und Ausdauer perfekt zu den treibenden Rhythmen und epischen Songs passt.

Maserati überzeugen durch instrumentalen Post-Rock irgendwo zwischen beatlastigem neuen Kram wie !!! und Kraut-Klassikern wie Can oder Ash Ra Tempel. Treibende Rhythmen, ein Bass der den Chemical Brothers entsprungen sein könnte, die sphärisch sirrenden und typischen Gitarren und der Einsatz von Elektronika machen das ganze dynamisch und klangvoll. Ab und zu fühlt man sich auch an Daft Punk erinnert, nur ohne Masken. Die Rhythmen jedoch laden zum Versinken ein.

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KOLTER (Darmstadt)
Kolter ist das Pseudonym, unter dem sich der Musiker und bildende Künstler Jan Stütz die spontane Erzeugung atmosphärischer Geräuschimprovisationen zum Programm gemacht hat. Seit nunmehr zwanzig Jahren in zahlreichen Musikprojekten wirksam, teilte er sich die Bühne unter anderem schon mit namhaften Künstlern wie To Rococo Rot oder Christian Fennesz. Die bei Kolter-Performances entstehenden Klangbilder erscheinen in ihren
knartzig-kantigen bis flächigen Ausprägungen als eine Durchsetzung von Pulsationen des geschlossenen Kreislaufs und bleiben trotz mechanischer Kühle und knisternder Elektrik stets lebendig.

Dabei gestaltet sich die Unberechenbarkeit der klanglichen Entfaltung fernab von dem Rückbezug auf statische Playbacks in ihrer organischen Dynamik als geradezu fundamentales Prinzip: Impulsiv und unvermittelt bauen sich Loopgebilde in detailverliebten Varianten aus dem Unfall heraus auf, um sich schließlich in rhythmischer Eleganz wieder aus dem Staub zu machen. Insofern haben die Auftritte des Künstlers den Status von Einzelstücken, die nur situativ zu erleben.

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