Archiv für Mai 2013

06.07.2013: XYEAHX Sommerfest: 10 Jahre XYEAHX

@Cairo, WUE (Hof und Konzertsaal)

Einlass: 15.30Uhr
Beginn: 16.00Uhr
VVK: 12,50 EUR (zzgl. Gebühr), AK: 15 EUR

Würzburgs D.I.Y.-Konzertkollektiv lädt ein zum Sommerfest und feiert sein nunmehr über 10-jähriges Bestehen mit (mindestens!) 10 Bands. 10 Jahre XyeahX. Das sind 10 Jahre in und mit Konzerten. Das sind fast 200 veranstaltete Shows in 10 Jahren. Das ist aber auch eine Alternative in einer alternativlosen Zeit. Anfangs eher Screamo als Disco, finden sich heute weit mehr Genres in der XyeahX Plattenkiste wieder. Was 2003 mit Homage to Catalonia in einem WG-Zimmer in Würzburg begann, ging in den letzten Jahren mit so illustren Bands wie Health, Xiu Xiu, Eide Sedgwick, Maserati, The Paper Chase, Future Islands, Les Trucs, Oiro, 31 Knots, Antelope, Mouse on the Keys, Jai-Alai Savant etc. an unterschiedlichsten Orten in Würzburg weiter. Zum 10jährigen gibt es deshalb ein Jubiläums-Sommerfest das sich sehen lassen kann.

Mitfeiern werden ELECTRIC ELECTRIC, SCHNAAK, AUXES, MOCK, DATASHOCK, CANDELILLA, ELFENBEINTURM, HARKE, GEEZERS, EL GOS BINARI… Dazu gibt es außerdem noch: Vegan BBQ! Free Icepops! Sommerbowle! Plattenmarkt! Dies und das!

Hier die ausführlichen Infos:

ELECTRIC ELECTRIC (Strasbourg, F; Africantape)
Das französische Trio verbindet Noiserock, Postpunk und Progrock mit elektronischen Elementen und erschafft ein polyrhythmisches und perkussives Monster. Komplexe Arrangements aus Drums, Gitarren und Synthesizer, jede Menge Loops, eine Wall-of-Sound, bei der man sich fragt, wie das drei Leute überhaupt schaffen können, und repetitive Passagen, die sich um sich selbst zu drehen scheinen, wirken sich gleichermaßen hypnotisierend als auch tanzbar auf den geneigten Hörer aus. „Man kann sich leicht vorstellen, dass das bei Konzerten zu tranceähnlichen Zuständen der Besucher führt – ein Sound, als würden sich Animal Collective auf einen Ibiza-Rave vorbereiten. Wiederholung und Rhythmuswechsel als stilbildende Elemente bilden ein süchtig machendes Gerüst, das ist Tanzmusik für den Abschlussball der Hochbegabten.“ (Culturmag.de)
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SCHNAAK (Berlin; Discorporate)
Nach einigen Ausflügen durch Europa, in die Vereinigten Staaten und auch auf den
schwarzen Kontinent, lebte der sonderbare Hybrid SchnAAk auf und liebäugelt mit
seltsamen Hip-Hop-Beats, Comic-Art Paralleluniversen und stylishen afrikanischen
Rhythmen, wenn auch tief in einer Fabrik aus kosmischen Noise operierend. Wenn wir hier wären, um Genres zu erfinden, dann würden wir das wohl „Transzendentaler Neuer Maschinen Pop“ nennen. In ihrer Musik verschmilzt die experimentelle Entwicklung, die in instrumentaler und elektronischer Musik stattfindet, perfekt ineinander, unter Einbettung infantiler Sounds, moderner Komposition, Electronika, Soul, Avantrock, Worldjazz, Afrobeat und zynischem R‘n'B…
„SchnAAk sind DAS Power-Avantrock-Duo Deutschlands!“ (PROGROCK-DT) „Ein akustischer LSD-Trip.“ (MUSIK AN SICH)
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AUXES (Hamburg; Lovitt/Gunner)
Einst wurde Auxes als Soloprojekt von Dave Laney (Milemarker, Challenger) gestartet und, da dieser nun in Hamburg lebt, nach einigen Touren und Besetzungswechseln zum aktuellen Powertrio mit Eniac-Members umstrukturiert. Auxes spielen explosiven und emotionalen, rhythmisch vertrackten, vorwärtstreibenden US-styled Hardcore-Post-Punk mit reichlich Feuer und Energie im Geist von Hot Snakes, Rocket from the Crypt und Wipers.
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DATASHOCK (Saarlouis et al., Dekorder, Meudiademorte)
Datashock aus Saarlouis, multiinstrumentales, musikalisches Kollektiv. Verlieren sich seit 2003 in den Kleiderschränken ihres Bewusstseins, spielen unerschrocken mit allem, was sie darin finden können, probieren bunte Klang-Kleider an und senden aus den Tiefen des weiträumigen Möbelspsychedelisch-experimentellen Gruselkraut. Doch spielen die saarländischen Jungs und Mädchen keinen Krautrock, der sie dem Verdacht schimmliger Rückwärtsgewandtheit aussetzt. (geklaut von H. Adam / Phantom Limbo)
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CANDELILLA (München; ZickZack)
Der erste Gitarren-Riff läuft los und man weiss, das Steve Albini hier seine Finger im Spiel haben könnte. In der Tat: Candelilla waren in Chicago und haben dort mit Steve Albini ihr zweites Studioalbum aufgenommen. Zurück nach Hause gebracht hat die All-Girl-Band aus München zwölf Stücke, die zusammen das 46-minütige Noise-Feuerwerk „Heart Mutter“ ergeben. Texte: Wichtig. Sound: Wuchtig. Mit ihrem Zweitwerk haben Candelilla beim Hamburger Langzeit-Independent-Label ZickZack angedockt und stehen dort in einer 30-jährigen Geschichte neben zahlreichen Ausnahmekünstlern. Bei dem explosiven Gemisch aus deutschen und englischen Texten muss man an Ja, Panik und an die Zitronen denken. Dabei orientiert sich ihr Sound in komplex arrangierten Songs v.a. an amerikanischen Vorbildern mit Hang zu Atonalitäten und Tiefe zwischen Sonic Youth und Shellac
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MOCK (Berlin; Coraille/Asymmetrie)
Aus Berlin kommen mOck und spielen Mathrock in klassischer Triobesetzung, dem man die Spielfreude anmerkt. Reduzierte, melodische Passagen treffen auf Post-Punk-Rhythmik und minimalistische Jams, dazu eine Portion Indie und fertig ist ein anspruchsvolles Ganzes mit viel Liebe zum Detail. Ihre Musik erinnert dabei an frühe Karate, Dianogah oder Joan of Arc. Fun fact: Passenderweise wurde ihre Debut-LP von John McEntire von Tortoise gemischt. Offiziös heisst es: „Keep your eyes and ears peeled, because every moment is a waking one, every beat is a gesture, every note is a delicately placed object.“
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HARKE (Würzburg)
HARKE spielen das, was man Post-Punk nennen kann. Man könnte ehrlich und authentisch schreiben, wenn ehrlich und authentisch heute nicht für Bands stehen würde, mit denen man besser nicht ehrlich und authentisch ein Bier trinken gehen möchte. HARKE jedenfalls gibt es schon länger, aber erst im letzten Jahr hat das ganze Ding bei diesem Vierer so richtig Fahrt aufgenommen. Vor einiger Zeit haben HARKE beim Endzeit-Festival in Nürnberg gespielt. Dort war im Vorfeld Folgendes zu lesen: „Deutschsprachiger Hardcore in Tradition von Turbostaat und Rachhut Bands. Doch hinter den Namen brauchen sich Harke nicht zu verstecken. Mit scharfen, wachen Blicke beobachten sie die Welt, klingen dabei kantig und unbequem ohne den Pop im Hardcore zu vergessen. Eine Mischung, die man sich in ihrer Explosivität sicher nicht entgehen lassen sollte.“ Das trifft es doch ziemlich gut.
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EL GOS BINARI (Barcelona)
El Gos Binari ist das experimentelle Folk-Projekt von Jordi Tost. Mit Akkustikgitarre und Loops erschafft er wunderschöne, dichte Klangteppiche. „songs which will set the difference from any other regular folkie in its capacity and will to experiment and open his own path to wonder around, limit boundaries, and bite unwaries’ hands to transmit this binary angst that will make them slobber 0’s and 1’s.“
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EA$Y HOMEZ (a.k.a. ELFENBEINTURM) (Saarlouis; Meudiademorte)
Elfenbeinturm ist das neue Solo-Projekt von Pascal Hector, dem Mastermind hinter Meudiademorte Records und Datashock, der sich selbst als gutaussehenden und erfolgreichen Hypnagogic Global Player bezeichnet. Hector wurde von seinen Eltern gezeugt, erblickte 1982 das Licht dieser Erde und wuchs am sonnigen Strand von Saarlouis (Nordfrankreich) auf. Schnell errichtete er sein Meudiademorte-Imperium, welches weltweit auf Beachtung stieß (so zählt z.B. Thurston Moore von Sonic Youth zu seinen Fans und veröffentlichte dort auch prompt ein Tape). „A ritualistic lament for half-remembered smoked out youth. Datashock man Pascal Hector twists backed-up chatter, tape collage, analogue synth and primitive conga taps around themselves. Welcome to this guy’s private universe, you‘ll like it.“
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GEEZERS (Würzburg)
Die GEEZERS aus Würzburg spielen Hardcore-Punk: dreckige Rockmusik zwischen 90er Stockholm-Sound und Mid-90s Euro-Hardcore. “Eigenwillige Mischung aus Punkrock, Heavy Rock’n’Roll und Hardcore”, schrieb einst das OX, mit einem Sänger, “der unfassbar versoffen und kaputt klingt”. Die Band existiert seit 2006 und hat ihr Demo sowie eine Split 7” mit SCHMAND im Gepäck.
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