Archiv für Juni 2015

16.07.2015 VEXX // NO FUN // JERKNERDS @ VILLA JUNGNIKL

16.07.2015 Vexx // No Fun // Jerknerds
@Villa Jungnikl, Würzburg

Einlass: 20.30Uhr
Beginn: 21:00Uhr

VEXX

Was gibt es zu Vexx zu sagen? Underground Phänomen aus Olympia, Washington, Punk der besseren Schule, Gitarre, Bass, Drums, Gesang. Was willst du mehr? Die Drums rumpeln wie ein Mix aus der Wipers und Zero Boys-Rhytmusmaschine, die Gitarre keift und kreischt ohne Ende und Sängerin Mary Janes Vocals kommen, mal im Sprechgesang, dann wieder geschrien, so intesiv wie selten. Für Freunde von frühem Dangerhousezeug bis Night Birds und Hysterese. Noch ein Geheimtipp, wer weiß wie lange! Ihr Debüt-Album ist auf Upset the Rhythm und M Lady erschienen. Darauf gibt es 8 Songs, die für Fans von oben genannten Bands nichts zu wünschen übrig lassen. Live ein Klasse für sich!

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NO FUN

Gegründet Ende 2013 folgten zahlreiche Auftritte als Support für unter anderem Captain Planet, Dirct Hit, Get Dead und Toys That Kill sowie eine eigene Tour. Bei No Fun gibt es garagigen Punk mit kalifornischem Einschlag aus den 80ern zu hören. Das Debut-Album “how i spent my bummer vacation” ist fertig und soll noch in diesem Jahr erscheinen (erste Hörproben findet ihr in den Links). Nach ihrer Show im Cairo im März kommen sie erneut nach Würzburg. Geilo!

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JERKNERDS

Dieses Trio aus Aalborg spielt lauten Lo-Fi-Garage Punk, passt also hervoragend als dritte Band zu diesem Abend. Krachend minimales Schlagzeug-Set-Up, rumpelnde Bässe, verzerrt-minimalistisch aber effektive Gitarrenparts und ein Gesang der in den Refrains oft im Chor vorgetragen wird. Passt also perfekt zu diesem Abend. Mitte Juli bringt die Band in Eigenregie ihre neue 7” EP “Kicking it with the nerds” heraus und geht passend dazu auf Tour.

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Das Konzert findet in der Villa Jungnikl statt. Es gibt veganes BBQ, danach noch DJs und ein paar Dinge mehr.

04.07.2015 XyeahX Summerfest 2015


@Cairo, WUE

Einlass: 17.30Uhr
Beginn: 18:00Uhr

XyeahX Summerfest

Wir präsentieren auf unserem diesjährigen Sommerfest sechs Bands von vier Kontinenten als eine bunte musikalische Mischung. Dazu wird vegan BBQ serviert, es gibt gratis Ice Pops, gehaltvolle Sommerbowle, die ein oder andere Überraschung u.v.m.!

>Die! Die! Die! (Dunedin, Neuseeland, Sounds of Subterrania)

Das neuseeländische Powertrio kommt mit ihrem bereits fünften Album “S.W.I.M.” (Sounds of Subterrania) erneut zu uns. Musikalisch bewegen sich Die! Die! Die! irgendwo in den Koordinaten D.C.-Postpunk, Noiserock und Shoegaze. Durch agiles Drumming, nach vorne groovende Bassläufe, verhalltes Gitarrengewitter und Andrew Wilsons immer leicht aufgekratzten Gesang schaffen es die drei Neuseeländer auf technisch höchstem Niveau vom ersten bis zum letzten Takt zu überzeugen und haben sich die Bezeichnung “Ausnahmeband” redlich verdient, denn live sind sie eine Wucht, keine Frage!

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>Human Abfall (Stuttgart/Berlin, Sounds of Subterrania)

Auf ihrem vom Fachpersonal völlig zurecht hochgelobten Longplayer “Tanztee von Unten” (Sounds of Subterrania) verpacken die Stuttgarter Kaltschnauzen allerhand manische DaDa-Parolen in Früh-80er-Sound, welcher dem Punk der Marke Mittagspause, S.Y.P.H. und dem Postpunk der Grauzone und Campingsex nicht ganz unähnlich ist. Noisiger Gitarrensound mit knarzigen, dem Wave zugewandten Bassläufen und einem zielsetzend, minimalistisch scheppernden Schlagzeugbeat treffen auf Texte, in denen sich Gefühle, Alltagsgegenstände, Zustände und existenzialistische Wirren des modernen Lebens widerspiegeln. Keine Betroffenheit – denn über dieses Stadium sind Human Abfall längst schon hinaus. Man spürt die Stadt, den Beton, den Dreck. Man spürt den Teil der Gesellschaft über den niemand gerne redet. In diesem Sinne: “Stuttgart Kaputtgart” (Ätzer 81)!

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>Celestial Shore (Brooklyn, NY, USA, Hometapes)

Celestial Shore klingen auf ihrem neuen Album “Enter Ghost” (Hometapes), als ob sich Pavement, die Pixies und die Zombies erst kreuzen und dann dekonstruieren würden, dazu hoher Gesang und ein klares Harmoniegefühl. Bei allen kantigen Nickeligkeiten, die sie sich zwischen rein erlauben, bleibt immer noch Platz für ein hochgradig labyrinthartiges Songwriting mit gewinnbringenden, manchmal auch “hazy” wirkenden Gesangsmelodien und trickreichen, immer wieder lärmigen Passagen. All das trifft auf psychedelisch-energetischen Untertöne voller Überraschungen und Intensitätswechseln.

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>Holydrug Couple (Santiago de Chile, Sacred Bones)

Der perfekte Soundtrack für eine laue Sommernacht und deshalb passenderweise bei unserem Sommerfest (Für die laue Sommernacht können wir nicht garantieren, aber wir hoffen, dass sie da sein wird.). Dreampop-Psychedelic-Rock aus Santiago (Chile), in dem auch die verträumten Moods von Soundtracks französischer Filme aus den siebziger und achtziger Jahren und der Bass von Serge Gainsbourg-Scheiben eine Rolle spielen. Ihr neues Album “Moonlust” (Sacred Bones) wagt sich damit nachdrücklich aus der Schublade des Psych Rock hinaus. Dazu kommen Inspirationen von südamerikanischen Synthpop Acts aus den Achtzigern wie Los Encargados, Virus und Los Prisioneros. Man hört hier und da auch die Nähe zu Zeitgenossen wie Tame Impala.

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>Schwule Nuttenbullen (Köln, Phantom/Spastic Fantastic)

Schwuler wird´s nicht. Gehen Sie weiter. Der Punk ist gelutscht. Überpunk war gestern. Heute wird die Deutschrocknacht gefeiert. Und alle, alle sind sie gekommen. Joko und Klaas, Gott und Donkey Kong, Erdogan und Putin, all die Lemuren der Nacht. Ben Becker gibt den Einheizer. Und alle singen: So gehen die Deutschen, die Deutschen gehen so. Geladen haben die Schwulen Nuttenbullen. Sie tun es für Deutschland. Fürs Weltmeister-Schlaaand, Weißblech-Deutschland, sie tun es für dich und für mich. Und geben uns das, was wir verdienen … Schnaps bleibt Schnaps und Punk bleibt Punk. Und es soll niemand sagen, dass es sich im eigenen Museum nicht gut leben lässt, wenn die Kohle auf der Deutschen Bank liegt. Diskurs in alle Richtungen. Die SNB stinkt nach Fisch, ist dumm und hat Angst vor der Deutschrocknacht.

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>Dulac (Berlin, It´s A Sic(!) Life)

Die mittlerweile von Frankfurt nach Berlin übergesiedelten Jungs haben vor zwei Jahren ein starkes Debüt-Album auf Taken By Surprise veröffentlicht. Mir ihrer neuen “Four Summers EP” (It’s A Sic(!) Life) liefern sie erneut eine tolle Mischung aus Garage, 77er Punk, Postpunk und Powerpop, die aber Eigenständigkeit trotzdem nicht vermissen lässt.

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